29-08-12 11:56 Alter: 6 yrs

JU fordert : Apolda – Jena – Apolda kostenfrei


Das Projekt „Studentenwohnstadt“ Apolda, eine Idee der Jungen Union Weimarer Land wurde 2010 erstmals beim Apoldaer Faschingsumzug der Öffentlichkeit vorgestellt. Gerade während seiner Anfangsphase wurde es durch die JU wesentlich geprägt und vorangetrieben, da den Mitgliedern die Entwicklung der Stadt Apolda  sehr am Herzen liegt. Den TA-Artikel „Jenaer Studenten lehnen das Semester-Ticket ab“ vom 28.08.2012 nahmen viele JU´ler aus dem Weimarer Land enttäuscht zur Kenntnis.

Um das Projekt mit Leben zu füllen, fand eine Vielzahl von Treffen mit Studenten, Vertretern der WGA, PVG, der Stadtverwaltung und des Kreises statt, um Ideen auszutauschen sowie das Konzept zu erweitern bzw. zu verbessern. So wurden z.B.  vormittags Busse vorverlegt, sodass alle Studenten aus der Glockenstadt pünktlich zu ihren Vorlesungen erscheinen können. Erst vor zwei Wochen wurde ein Nachtbus auf der Strecke eingesetzt, der nicht nur für Studenten interessant ist sondern auch z.B. für Kinobesucher oder Apoldaer, die das Nachtleben in Jena genießen wollen.
„Apoldas günstige Lebensbedingungen und die kurze Entfernung nach Jena machen die Stadt für Studenten sehr attraktiv“ so der Kreisvorsitzende der JU Weimarer Land Sebastian Walter. Eine Ablehnung des Semestertickets durch den Studierendenrat (Stura) der Friedrich-Schiller-Universität Jena, ermöglicht es Studenten künftig nicht mehr den Bus von und nach Apolda kostenfrei zu nutzen. Gleichzeitig ist damit das Ende des Apoldaer Studentenprojektes besiegelt.

Besonders bedenklich an den Ausführungen von Stura-Vorsitzenden Daniel Münch ist, dass er die Studenten, welche keine Möglichkeiten haben, angemessenen und bezahlbaren Wohnraum in Jena zu finden, scheinbar vollkommen ausblendet. Der zur Verfügung stehende Wohnraum wächst nicht im selben Maße mit wie die Anzahl der Studierenden.

Dabei sollte der „Studierendenrat eine Vertretung sein, der die Interessen aller Studenten vertritt“ so Hannes Raebel als stellvertretender JU-Vorsitzender. Dies ist vorliegend nicht der Fall, denn bei der ganzen Sache geht es nicht um Mehrheiten, wie es Daniel Münch beschrieben hatte, sondern um die Zahl derer, „welche der Chance beraubt werden in Jena studieren zu können, weil sie dort entweder keinen günstigen Wohnraum finden oder den vollen Fahrpreis von der umliegenden Ortschaft nach Jena und zurück nicht finanzieren können“.

Auf Nachfrage bei PVG-Chef Jonas Herrmann erfuhr die JU, dass gerade die Busse vormittags durch die Studenten eine sehr gute Resonanz erfahren. Wenn die Studenten die Kapazität der Busse übersteigen würden, wäre die PVG bereit einen „Unterstützerbus“ einzusetzen, denn Keiner sollte auf der Straße stehen bleiben. Die Unterstützung der Apoldaer Unternehmen und der Stadt sind vorhanden. Würde es jedoch bei dem aktuellen Stand bleiben, so würde das Monatsticket 37,80 € für einen Studenten kosten. Von einer günstigen Fahrt für Studenten von Apolda nach Jena kann dann keine Rede mehr sein. Im Gegenteil, sie haben nunmehr einen entscheidenden Nachteil im Vergleich zu Studenten aus Weimar, Erfurt oder Gera, welche kostenfrei mit der „Thoska“, einer Art Studentenausweis, mit dem Zug nach Jena fahren können.  Damit verliert das Leitbild der Stadt Apolda als „Wohlfühlstadt“ für Studenten mehr und mehr an Bedeutung. Das Wohnungsportal www.leben-in-apolda.de,  in dem private Vermieter unter anderem auch Studenten Wohnraum anbieten, wird durch rückläufige Nachfrage ebenso bedeutungslos werden.

Die JU fordert Daniel Münch und den Stura aus Jena auf, unabhängig von der im Herbst angekündigten Umfrage,  seine Pläne schnellstmöglich zu überdenken und an die Situation anzupassen. Studenten aus Jena müssen die Möglichkeit haben wieder kostenlos nach Apolda und zurück fahren zu dürfen. „Gerade im September sind viele Erstsemester auf Wohnungssuche und durch den Wegfall des Semestertickets hat Apolda einen großen Nachteil. Jeder Student scheut sich vor hohen Kosten“ so Sebastian Walter.


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